▶︎ HKS-Paletten für Affinity Designer, Affinity Photo und Affinity Publisher.

⛔️ Problem: Affinity Designer, Photo und Publisher werden nur mit Pantone-Sonderfarben geliefert: Die Programme bieten nicht die in Europa üblichen HKS-Paletten.
LösungHKS-Paletten für Affinity Designer, Photo und Publisher lassen sich jedoch ganz leicht selbst herstellen (oder kaufen).

◉ Dazu benötigt man nur eine Textdatei mit der Endung *.csv – das kann jeder Editor. Es handelt sich mithin um ganz banale CSV-Tabellen. Es reicht, sich auf die benötigten Farben zu beschränken, die Tabelle muss also nicht vollständig sein, wie im Beispiel:
Demo-Datei zum downloaden: HKS in Arbeit.csv

Die neue Datei mit den HKS-Definitionen muss in den Ordner Affinity Designer.app/Contents/Resources/pantones gespeichert werden. Man kommt in das Programmpaket über die Option »Paketinhalt zeigen« im Kontextmenü der Programmdatei. Dafür benötigt man Admin-Rechte. Die neue Palette ist sofort verfügbar; zur Not nach einem erneuten Programmstart. Für Photo und Publisher ist die Vorgehensweise analog. Ein Alias funktioniert leider nicht.

Aufbau der HKS-Tabelle

In der 1. Zeile steht der Name, unter dem der neue Fächer in der Liste der Farbpaletten erscheinen soll: im Beispiel HKS N Test/Uncoated.
Meist wird als Bildschirm-Darstellungs-Farbraum sRGB (in 8 Bit, also 256 Stufen) verwendet. Andere Systeme wie sRGB-100 (0–100%), Hex oder Lab sind ebenfalls möglich.

In der 2. Zeile ist die Nomenklatur für die Palette genannt.

Ab der 3. Zeile sind dann die Farben für die Bildschirmdarstellung (hat nichts mit dem Druckergebnis zu tun) gelistet:
Name der Farbe, RGB-Wert Rot-Kanal, Blau-Kanal, Grün-Kanal – jeweils getrennt durch Kommata.

Beispiel:

HKS N Test/Uncoated,sRGB-255,,
Name,R (0-255),G (0-255),B (0-255)
HKS Bank 42 N (dunkles Blau),059,086,168
HKS 9 N,050,100,150
HKS 39 N,255,175,87
VDL U,143,187,66

Arbeiten mit eigenen HKS-Paletten für Affinity

HKS-Palette in Affinity DesignerDie Benennung der Farbe nach eigenen Kriterien kann sehr hilfreich sein, in Agenturen Verwechselungen der Kundenfarben zu vermeiden, wenn der Kundenname mit eingetragen wird (z. B. ARD-Blau, Grünen-Grün oder Bahn-Rot).

Wenn man HKS-Farben auch in anderen Programmen (wie XPress oder InDesign) verwendet, sollte man vorzugsweise die Schreibweise verwenden, die man auch sonst im Workflow verwendet (z. B. HKS 42 K). Bei Namensunterschieden könnten sonst mehrere ähnlich lautende Sonderfarben statt einer entstehen. Manche Systeme sind toleranter, manche nicht. Natürlich kann man einen Druckbogen mit Dateien aus anderen Programmen und der selben Farbe dann auch nicht so ohne Weiteres erstellen. Man muss in einem Druckfarbenmanager – wie in Acrobat Pro oder PitStop – definieren, welche Farben auf einen Auszug sollen. Deshalb lieber eine eindeutige Namens-Konvention.
Eine persönliche Bitte hätte ich in diesem Zusammenhang: keine Unterstriche statt Leerzeichen – das kann doch kein Mensch lesen und verhindert sinnvolle Umbrüche.

⦿ Natürlich könnte man auch einfach eine optisch oder vom Namen passende Pantone-Farbe nehmen und in die gewünschte HKS-Farbe umbenennen. Aber schicker ist eine eigene HKS-Palette. Außerdem kann es passieren, dass der Auszug dann doch wieder die ursprüngliche Bezeichnung bekommt.

Gerne können Sie fertige Paletten bei uns erwerben. Schreiben Sie eine eMail oder rufen Sie an.

Tabellen mit den passenden RGB-Werten gibt es im Internet. Jede Tabelle hat ihre Besonderheiten:

von bostext: https://www.bostext.de/Tabellen/hks.pdf

von R9005: http://www.r9005.de/wissen/farben-hks.php

von Visual Graphics®: https://www.visual-graphics.de/de/service/hks-farbtabelle