▶︎ OfficeTime Vergleichssieger

Um es gleich vorweg zu nehmen: ich habe mich unter mehr als zwei Dutzend Zeiterfassungssystemen aus hauptsächlich zwei Gründen letztlich für OfficeTime entschieden. Der wichtigste Grund war, dass es bidirektional mit anderen Kalendern synchronisiert, hier mit iCal. Eher eine Voraussetzung, um an meinem Vergleichstest teilnehmen zu können, ist das Vorhandensein von Versionen für iOS, MacOS und Windows OS.

Bidirektionale Synchronisation

Es gibt Arbeitszeiten, die vorher klar sind, zum Beispiel weil ein Termin beim Kunden feststeht. Der Termin steht deshalb im Kalender. Den in eine Zeiterfassung zu übertragen, wäre eine zusätzliche Mehrarbeit, die im Computerzeitalter unnötig sein sollte. Außerdem birgt manuelles Übertragen zusätzliche Fehlerquellen. Fehler sollten in Abrechnungen aber möglichst nicht vorkommen.

Und es gibt Arbeitszeiten, die erst klar sind und gemessen werden können, wenn sie anfallen. Das sind die meisten Tätigkeiten, die man im Auftrag abarbeitet. Diese Arbeiten können direkt in einer Zeiterfassung protokolliert werden.

Daher liegt es auf der Hand, dass alle geleisteten Zeiten letztendlich in der Zeiterfassung stehen. Schließlich haben Kalenderprogramme keine Auswertungsfunktionen – was vielleicht eine gute Geschäftsidee für ein Team von Programmierern wäre, die keine Produktidee haben: ein Auswertungs-Plugin für iCal oder BusyCal.
Um die erwähnte Fehlerquelle der doppelten Erfassung zu vermeiden, ist es wünschenswert, dass sich die Zeiterfassung die Arbeitszeiten aus den Terminkalendern selbstständig zieht. Und der Vollständigkeit halber sollten die in der Zeiterfassung protokollierten Zeiten in den Kalender übertragen werden. Beides beherrscht OfficeTime in der getesteten Version 1.9.

Die Ergonomie haben andere Programme besser gelöst. Etwa der übliche Abschluss einer Feldänderung mit Enter: das führt bei OfficeTime zum Aufruf eines Dialogfensters. Auch das Layout ist bei TimeSlice platzsparender.

Was mir fehlt, sind Ordner, um Tasks in den Projekten besser zu strukturieren. Das haben leider alle getestet Programme gekonnt – außer OfficeTime. Allerdings hat der Autor Stephen Dodd das für die Version 2 angekündigt.
Außerdem ist eine Erfassung in Abhängigkeit bestimmter Programme (zum Beispiel InDesign für Layout, Browser für Testing) oder Dateien (zum Beispiel die Tabelle Umsatz) wünschenswert. Das macht zum Beispiel TimeSlice (4.6.3). Leider ist das Programm seit Jahren nicht aktualisiert worden. Im Test hat die eigentlich auch vorhandene Synchronisation nicht (mehr) funktioniert. Das ist bei einem so wichtigen Kriterium wirklich sehr schade.

Ursprünglich sollte es ein echter Vergleichstest der Apps werden, weil ich im Internet keinen Bericht gefunden habe, der meine Fragen beantworten konnte. Angesehen und benutzt habe ich mir zwei Gruppen von Programmen bzw. Apps: die mit Zwang zur Registrierung und die ohne. Zu den letzteren gehören atWork, Hours, Qlaqs (2 Versionen), timeEdition, TimeTack Ent., TimeTrack Free, timr, Tyme 2 sowie zweiverschiedene Apps mit dem Namen Zeiterfassung. Tests ohne Anmeldung beim Hersteller sind natürlich viel sympathischer, auch wenn Test-Accounts keine große Sache sind. Da aber auch die anderen Programme neugierig gemacht haben, habe ich noch eine Gruppe Apps mit Registrierungs-Zwang angesehen. Das waren clockodo, Freework, Harvest (das auch durchaus einen guten Eindruck machte), KWP zeit, LogMyTime, planovoZeiterfassung, Timely, TimeRecording, TimeTac, TimeTRacker+, Timeboard, TrackingTime, wieder zwei Apps mit dem Namen Zeiterfassung sowie ZEP2.
Einige Hersteller scheinen nur mit Präsenz in den App-Shops für mobile Systeme Umsatz machen zu wollen. Professionelle AnwenderInnen erreicht man so auf Dauer nicht.

Aber einerseits wäre der Aufwand für einen Test ohne zahlenden Auftraggeber zu groß gewesen. Und andererseits hat sich eben schnell herauskristallisiert, dass es für mich ein KO-Kriterium ist, die Synchronisation mit iCal zu beherrschen.

Fazit

Das Programm macht, was es soll: die Zeit erfassen. Das können andere auch. Der USP ist die Synchronisation mit iCal. Da dies nur ein Programm beherrscht und ein zweites eventuell nach einem Update (TimeSlice), war sozusagen automatisch OfficeTime der Sieger.

✅  Synchronisation mit den Kalendern der jeweiligen Systems (iCal).

⛔️  Synchronisation ist träge (Core i7 mit 2,8 GHz), wenn es um das Einlesen von vielen Datensätze aus iCal geht. Layout und Editierfunktionen sind bei anderen Programmen besser. Es ist jetzt schon zu sehen, dass mir persönlich das nächste Programmlayout gar nicht gefallen wird, weil es neumodisch den Platz auf dem Screen vergeudet. Keine Ordner (angekündigt).

⦿ OfficeTime Zeiterfassung und Auswertung. Autor: Stephen Dodd. Preis: 42 Euro für Mac/Win. 9 Euro für iOS.

◉ Bald erscheint: OfficeTime Version 2 – ich wünsche Stephen Dodd damit viel Glück und werde die Version zügig nach Erscheinen testen.
Wer möchte kann die neue Version über Crowd Funding unterstützen: https://crowdfunder.officetime.net/projects/version2/

 

▶︎ HKS-Paletten für Affinity Designer, Affinity Photo und Affinity Publisher

⛔️ Problem: Affinity Designer, Photo und Publisher werden nur mit Pantone-Sonderfarben geliefert: Die Programme bieten keine HKS-Paletten.
LösungHKS-Paletten für Affinity Designer, Photo und Publisher lassen sich jedoch ganz leicht selbst herstellen.

◉ Dazu benötigt man nur eine Textdatei mit der Endung *.csv – das kann jeder Editor. Es handelt sich mithin um ganz banale Tabellen.
Demo-Datei zum downloaden: HKS in Arbeit.csv

Die Datei muss in den Ordner Affinity Designer.app/Contents/Resources/pantones gespeichert werden. Man kommt in das Programmpaket über die Option „Paketinhalt zeigen“ im Kontextmenü der Programmdatei. Dafür benötigt man Admin-Rechte. Die neue Palette ist sofort verfügbar; zur Not nach einem erneuten Programmstart. Für Photo und Publisher ist die Vorgehensweise analog. Ein Alias funktioniert leider nicht.

In der 1. Zeile steht der Name, unter dem der neue Fächer in der Liste der Farbpaletten erscheinen soll: im Beispiel HKS N Test/Uncoated.
Meist wird als Bildschirmdarstellungsfarbraum sRGB (in 8 Bit, also 255 Stufen) verwendet. Andere Systeme wie sRGB-100 (0–100%), Hex oder Lab sind ebenfalls möglich.

In der 2. Zeile ist die Nomenklatur für Paletten genannt.

Ab der 3. Zeile sind dann die Farben für die Bildschirmdarstellung (hat nichts mit dem Druckergebnis zu tun) gelistet:
Name der Farbe, RGB-Wert Rot-Kanal, Blau-Kanal, Grün-Kanal – jeweils getrennt durch Kommata.

Beispiel:

HKS N Test/Uncoated,sRGB-255,,
Name,R (0-255),G (0-255),B (0-255)
HKS Bank 42 N (dunkles Blau),059,086,168
HKS 9 N,050,100,150
HKS 39 N,255,175,87
VDL U,143,187,66

Arbeiten mit eigenen HKS-Paletten für Affinity

HKS-Palette in Affinity DesignerDie Benennung der Farbe nach eigenen Vorstellungen kann sehr hilfreich sein, in Agenturen Verwechselungen der Kundenfarben zu vermeiden, wenn der Kundenname mit eingetragen wird (z. B. ARD-Blau, Grünen-Grün oder Bahn-Rot).

Wenn man HKS-Farben auch in anderen Programmen (wie XPress oder InDesign) verwendet, sollte man die Schreibweise verwenden, die man auch sonst im Workflow verwendet (z. B. HKS 42 K). Bei Namensunterschieden könnten sonst zwei ähnlich lautende Sonderfarben statt einer entstehen. Natürlich kann man einen Druckbogen mit Dateien aus anderen Programmen und der selben Farbe dann auch nicht so ohne Weiteres erstellen.
Man muss in einem Druckfarbenmanager – wie in Acrobat Pro oder PitStop – definieren, welche Farben auf einen Auszug sollen.

⦿ Natürlich könnte man auch einfach eine optisch oder vom Namen passende Pantone-Farbe nehmen und in die gewünschte HKS-Farbe umbenennen. Aber schicker ist eine eigene HKS-Palette.

Gerne können Sie fertige Paletten bei uns erwerben. Schreiben Sie eine eMail oder rufen Sie an.

Tabellen mit den passenden RGB-Werten gibt es im Internet. Jede Tabelle hat ihre Besonderheiten:

von bostext: https://www.bostext.de/Tabellen/hks.pdf

von R9005: http://www.r9005.de/wissen/farben-hks.php

von Visual Graphics®: https://www.visual-graphics.de/de/service/hks-farbtabelle

▶︎ schnellste Festplatten: Seagate IronWolf (Pro)

schnellste Festplatte – Seagate-IronWolf-Pro✅ Für Backup, NAS und Server sind schnelle Festplatten konkurrenzlos, denn SSD-Alternativen sind in Relation zu teuer. Die schnellsten Platten für den 24-Stunden-Dauerbetrieb sind die 12TB-Modelle der Serie IronWolf sowie Pro von Seagate.

Außerdem gewährt der Hersteller für die Serie Pro 5 Jahre Garantie. Trotz sehr niedriger Ausfallwahrscheinlichkeit trifft es den einen oder anderen dann aber doch. Falls dann kein Backup zur Verfügung stehen sollte, gibt es einen kostenlosen Datenrettungsdienst.

⛔️ Die Laufwerke der Serie IronWolf sind mit maximal 1 Sone zwar nicht sehr laut. Für Wohnzimmer oder Desktop aber auch nicht leise genug.

◉ Durch die Markpositionierung als NAS-Festplatten sind die IronWolf Pro prädestiniert für zum Beispiel das Synology DS218+

 

▶︎ bestes NAS: Synology DS218+

✅ Das Synology DS218+ Synology DS218+liefert höchste Übertragungsraten über SMB. Meist steht die Performance im Netzwerk im Vordergrund.

⛔️ Leider hat das Gerät keinen Port für einen Monitor, lässt sich somit nur remote konfigurieren und nicht als Computer zweckentfremden. Wenn was mit dem Netzwerk hakt, kann das sehr nerven.

In den Hauptfunktionen nehmen sich die konkurrierenden Hersteller nichts. Es ist auch ein wenig eine Geschmackssache, wie man die Benutzerfreundlichkeit einschätzt.

◉ Die Empfehlung für das Synology DS218+ ergibt sich nicht zuletzt auch indirekt aus den Nachteilen anderer Geräte. Das NAS von QNAP ist in der Disziplin SMB sehr lahm. Das NAS von Thecus ist recht laut und hat keine Docker-Unterstützung sowie kein DynDNS. Ebenfalls lahm ist das NAS von Asustore, außerdem ist die Docker-Unterstützung unausgereift.

Die schnellsten Festplatten für den Dauerbetrieb in einem NAS sind die Seagate IronWolf (Pro).

ⓘ Quelle: eigene Support-Erfahrungen sowie ct 7/2018, S.115