📞 100 Minuten Handynummer gratis

Screenshot: Satellite von Sipgate▶︎ Eine Mobilfunknummer im Netz 015678 und 100 Minuten in alle EU-Netze – kostenlos: ein extrem spannendes Angebot ist »Satellite« von Sipgate. Statt mit einer SIM-Karte wird die Handynummer an eine App gekoppelt. Würde man nur im WLAN telefonieren, wären die 100 Minuten wirklich kostenlos. Wer mehr braucht, zahlt für eine Flatrate 5 Euro. Aus Kostensicht also sehr verlockend, VoIP-Telefonate in andere Netze kosten normalerweise ein paar Cent pro Minute.

Sipgate sieht den Vorteil einer Mobilfunknummer gegenüber einer Festnetznummer darin, dass man die SIM-Karte wechseln kann, so oft man will: die Handynummer bleibt immer die gleiche, denn die steckt in der App und nicht in einer SIM-Karte. Beziehungsweise hätte man auf diese Weise gleich zwei Mobilfunkrufnummern – und das gleich auf allen Geräten, auf denen die App läuft: momentan nur iPhone ab 5, bald auch Android. Desktop-Lösungen bleiben also vermutlich außen vor.

Technisch gesehen handelt es sich um einen SIP-VoIP-Account, da die Firma Sipgate hinter dem Produkt Satellite eigentlich nichts anderes anbietet. Marketingstrategisch gesehen ist die Vorgehensweise sehr schlau im Sinne des Anbieters: die Koppelung an die eigene App dürfte erheblich weniger Kunden die Hürde eines Anbieterwechels mit Rufnummernmitnahme nehmen lassen.

Infos auf der Produktseite zu Satellite.

▶︎FritzBox bleibt Favorit

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█ T-Entertain hakt mal wieder. Die Support Hotline tauscht diesmal sogar den Speedport-Router gegen einen neuen. Alles funktioniert: WLAN, Smartphone, Alexa. Nur eben das Fernsehen nicht – trotz fester Verkabelung. Der Anschlussinhaber verbringt Stunden mit der Fehlersuche.

Aus lauter Verzweiflung gibt er 249 Euro für eine aktuelle FritzBox aus – und siehe da: auch das Fernsehen funktioniert einwandfrei.

◉ Was lernen wir daraus? Die FritzBox ist ein feines Stück Hardware, dass sich besonders für Leute eignet, die ihre geldwerte Zeit nicht mit Fehlersuche verschwenden möchten. Diese Erfahrung macht man im Support immer wieder. Für Heimanwender und kleine Büros gibt es wirklich nichts besseres.

▷ Barcelona wechselt zu OpenSource

▣ Die Millionenstadt Barcelona hat angekündigt, die Verwaltung auf umzustellen. Zunächst sollen die Browser aus Redmond durch die von Mozilla (Firefox) ersetzt werden. Als Bürolösung sei OpenOffice oder andere Alternativen im Gespräch. Avisierter Mail-Server-Ersatz wird Open-Xchange. Auf rund eintausend Rechnern laufe bereits Ubuntu statt Windoof. Vorerst bleibe als Betriebssystem jedoch Windows noch in Verwendung.

OpenSource hat nur Vorteile

◉ Ziel sei, sich nicht von bestimmten Lieferanten abhängig zu machen und Lizenzkosten zu sparen. Die Erstellung von großen Datenbeständen (Big Data) mit OpenSource-Tools in offenen Formaten verbessert darüberhinaus die Interoperabilität von Daten der verschiedenen Verwaltungen und spart so durch Vermeidung von Mehrfacherfassung.

Die Angestellten, die von der Umstellung betroffen sind, müssen natürlich einige Aspekte der alternativen Softwares lernen. Da einige bereits seit Jahrzehnten mit den bisherigen Programmen vertraut waren, sind Berührungsängste vorhanden. Aber Anwender, die bereits in den neuen Anwendungen geschult wurden, versichern, dass die Umstellung leicht sei. Ein größeres Problem sind die ohnehin – also auch bisher schon – vorhandenen Wissenslücken.

✅ OpenSource spart Lizenzkosten, vereinfacht durch offene Formate und Schnittstellen den Austausch zwischen Behörden und Anwendungen und verhindert Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten.

⛔️ Closed Source kann ein Sicherheitsproblem sein und ist eine unkalkulierbare Kostenfalle.

ⓘ Quelle: El País am 1.12.2017.

▶︎ Schutz vor Verschlüsselungs-Trojanern

▣ In den Einstellungen »Windows Defender Security Center«, weiter zu »Viren- & Bedrohungsschutz« findet sich der Knopf »geschützten Ordner hinzufügen«. Hier legt man einen oder mehrere Ordner fest, für die der überwachte Ordnerzugriff aktiviert sein soll.

✅ Schützt vor der Verschlüsselung durch Trojaner.

⛔️ Schützt nicht davor, dass ein Trojaner auf den Computer gelangt.