ℹ︎ – Google speicherte Passworte ungeschützt – Skandal

▶︎ Wie konnte das passieren? Passwörter unverschlüsselt in der Cloud.

▶︎ Es müsste in der Tagesschau die erste Meldung sein, so unglaublich ist es: Google teilte am 21. Mai 2019 mit, dass im Januar eigentlich geheime Passworte unverschlüsselt gespeichert wurden.

Nicht das blaue Fratzenbuch ist mit 2,27 Milliarden das Unternehmen mit den meisten Accounts sondern Google mit 3,36 Milliarden, ist bei Statista nachzulesen*. Nicht alle Accounts waren betroffen; nur Business-Accounts. Es ist jedoch eine Frage des Prinzips.

⛔️ Google hat keinen Respekt vor den Daten der Menschen. Das ist so, als würde eine Bank den Tresor mit dem Geld der Kundeneinlagen offen stehen lassen und damit für alle zugänglich.

✅ Legen Sie bei jedem Dienst einen Account mit einer anderen Bezeichnung an, um Verknüpfungen zu erschweren. Mit einem Passwortmanager wie KeePass lassen sich nicht nur unratbare Passwörter erzeugen sondern auch zufällige Benutzernamen: das wirkt fast wie ein zweites Passwort.
Wenn Sie eine eigene Domain betreiben, verwenden sie einen Catch-All-Account, um damit für jeden Dienst eine eigene Adresse verwenden zu können, ohne dafür extra einen Mail-Account anlegen zu müssen. Nach dem Muster dienstname@ihreDomain.xy können sie dadurch die Sicherheit erheblich verbessern, weil das Knacken eines Kontos kein anderes Konto mitreißt.

Versuchen Sie, ohne Google auszukommen:

  • OpenStreetMap statt Google Maps – im Browser oder mit Apps auf dem SmartPhone
  • eine eigene Domain mit eMail-Accounts statt ein eMail-Konto bei Google
  • eine anonyme Suchmaschine wie StartPage, die zwar den Index von Google verwendet, dabei aber keine Daten erfasst

 Apple ist auch ein Datensammler. Da Apple aber mit Hardware, Musik und Diensten das Geld verdient, ist der Anspruch an den Datenschutz viel höher.

Quellen:  * Statista über G00GLE und F@CEB00K.


Über Daniel Tietze